Stresstest wird erneut zum Stress für deutsche Banken

Boxberg| 21.07.2010. (c) Jürgen A. Kettner.

Liebe Leser, sofern Sie am gestrigen Dienstag den Radio an hatten ist Ihnen vermutlich nicht entgangen, dass neben der Verlängerung des Bundestrainers Jogi Löw bis zur EM 2012, zum wiederholten Male (gefühlte 10 Jahre hintereinander) die Beratungsqualität der deutschen Banken nach einem umfangreichen Test von Stiftung Warentest als mangelhaft eingestuft wurde. Als einer der Hauptgründe hierfür ist zum Beispiel, dass sich viele Berater einfach nicht an gesetzliche Vorgaben halten. Hierzu zählen unter anderem ein umfangreicher Fragenkatalog, die Aufklärung über die Risiken eines Produktes und auch die Nennung der Kosten. Nicht selten wurden auch riskannte Anlagemixe empfohlen, die nicht dem Risikoprofil des Kunden entsprachen. Das jämmerliche Ergebnis war bei sechs Banken “Mangehaft”, bei zwölf Banken “Ausreichend”, bei drei Banken “Befriedigend” und keine einzige Bank war “Gut”. Dass Fass kommt jedoch dann richtig zum Überlaufen, wenn Sie sich daran erinnern, dass die im Jahr 2009 geprüften Banken Zugeständnisse machten, aufgrund einem ähnlich schlechten Tests. Sie gelobten Besserung in der Beratungsqualität. Das ernünchternde Ergebnis ist nun eine weitere Verschlechterung. Mir fehlen die Worte.

Unser Fazit: Erneut, an der Basis der Banken schlecht ausgebildete Berater, die von den oberen Etagen Druck bekommen und Produkte verkaufen müssen, die zunächst der Bank dienen und nicht selten am Ziel des Kunden vorbei schießen. Wo bitte soll das noch hinführen? Und trotzdem vertrauen die meisten Bundesbürger Billionen an Euro Jahr für Jahr genau diesen Banken an mit dem Ziel, das Vermögen im guten Vertrauen nachhaltig zu vermehren. Scheinbar sind immer noch viele Menschen zu bequem, sich selbst um die eigenen Finanzen zu kümmern. Traurig, aber wahr. Dass hierbei oft Tausende von Euro in nicht nachvollziehbarern Quellen versickern, während die haushaltsführende Mutter im Supermarkt versucht, ein paar Cent durch Preisverleiche mühsam einzusparen, entzieht sich meinem Verständnis.

Wir betreiben seit sehr vielen Jahren Aufklärung. Hilfe zur Selbsthilfe. Und neuerdings empfehlen wir aus diesem Grund auch Berater, die bei dem unabhängigen und gemeinnützigen Verbraucherschutzverein Bund der Sparer e.V. registriert und von diesem empfohlen sind. So ist Qualitätsberatung in den 4 Wänden der Verbraucher möglich. In einem angemessenen Zeitaufwand und nach einer aufwendigen Finanz- und Subventionsanalyse. Kostenfrei. Sollte das Testergebnis auch Ihre Glocken zu Läuten gebracht haben, wäre es ja vielleicht mal ein Versuch wert, unsere angeschlossenen Berater zu testen. Schreiben Sie uns einfach über diese Homepage an. Ich würde mit Ihnen wetten, dass Sie nach so einer Beratung ziemlich wütend sind. Auf frühere Verkäufer, auf den Versicherungsvertreter aus der Nachbarschaft, auf Ihre Hausbank, auf sich selbst. Das macht aber nichts. Denn Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zu Besserung. Und nicht zu letzt der erste Schritt zum vielleicht seit langem wieder anwachsenden Vermögen…

Der ausführliche Test „Anlageberatung der Banken“ ist in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/anlageberatung veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

 

Ihr Jürgen A. Kettner

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