IWF will mehr Geld

Lage am Edelmetallmarkt hellt auf

Liebe Leser,

nachdem die Ratingagentur Moody’s in der vergangenen Woche die Bonität Portugals herabstufte, wurde in dieser die Bewertung Irlands heruntergenommen. Als Hintergrund für die Herabstufung von „Aa1“ um eine Note auf „Aa2“ nannte Moody’s den weiteren Abschwung im Finanzdienstleistungs- und Immobilienbereich sowie die schrumpfende Kreditvergabe im privaten Sektor. Der US-Präsident nutzte die Entwicklung der irischen Wirtschaft unter den Einsparungen, um seine expansive Fiskalpolitik zu stützen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sperrte die Kreditlinie für Ungarn, da das Land die Reformen nicht im Sinne des IWF umsetze. Anstatt die Banken zu belasten und die Steuern zu erhöhen, fordert der IWF mehr strukturelle Haushaltseinsparungen. Gegen die an der Wirtschaftsleistung höchste Bankengebühr der Welt liefen die ungarischen Banker sturm und riefen die EU und den IWF um Hilfe an. Der IWF-Chef, Dominique Strauss-Kahn, fordert gleichzeitig eine Erhöhung der IWF Gelder um 250 Mrd. auf 1000. Mrd. US-Dollar. Der Fonds verdreifachte bereits im vergangenen Jahr seine Reserven auf 750 Mrd. USD. Der IWF-Chef rechnet anscheinend mit einer Fortsetzung der Krise, da er weitere Milliardenkredite benötigen wird, um das Kreditgeldsystem am Leben zu erhalten.

Fazit: Sie sehen, von wegen Ende der Krise… | Die Medienmogule haben den Auftrag, lediglich die Begrifflichkeiten zu entschärfen und  “das schlechte Finanz-Wetter schön zu reden”. Keinesfalls ist die Krise beendet. Denn ein Ende, wie schon so häufig beschrieben oder zitiert, kann nur durch für jeden spürbare Maßnahmen eingeleitet werden. Z.B. extreme Entwertung der Geldwerte, (Inflationierung), extreme Sparmaßnahmen und starkes Wirtschaftswachstum.

Zum Edelmetallmarkt mal ein Zusammenfassung aus technischer Sicht. Solange die breite Masse an Fonds nicht gezwungen wird ihr Engagement in Edelmetalle zu reduzieren, ist die kurzfristige technische Situation als neutral bis positiv zu sehen. Die Sommerflaute, die die Edelmetalle vor einigen Monaten erfasste, lässt die Preise weiter vor sich hindümpeln. Doch mehren sich nun die Anzeichen, das Bewegung aufkommen könnte, die den Preisen demnächst wieder Fahrt gibt. Sollten keine externen Faktoren für Bewegung sorgen, so ist saisonal gesehen, ab Ende August wieder mit frischem Wind an den Edelmetallmärkten zu rechnen. Die fundamentale Lage für weitere Goldpreisanstiege verbessert sich zunehmend. Mittel bis langfristig sind stark steigende Edelmetallpreise, mit Gold als Vorläufer, zu erwarten. Negativ wirkt derzeit die Saisonalität bei den Edelmetallen. Kurzfristig (noch ca. 1 bis 2 Monate) könnten die Edelmetalle weiter pausieren und seitwärts bis leicht positiv tendieren. Das mittel- und langfristige technische und fundamentale Bild aller Edelmetalle ist vollkommen intakt und spricht für sukzessiv weiter steigende Notierungen. Es macht wenig Sinn kleine kurzfristige Rücksetzer an den Edelmetallmärkten zu handeln. Sie sollten derartige Chancen nutzen, um weiterhin physische Bestände als Inflationsschutz aufzubauen und um von einem realen Preisanstieg zu profitieren.








Ihr Jürgen A. Kettner

Quelle: Eigene Recherchen sowie pro-aurum.de | Markus Blaschzok

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